Conventions - Berichte - Battlestar/Atlantis Cobvention

Battlestar/Atlantia Convention


Am 27.01.06 sollte es endlich los gehen: Ab ins Auto und rein in die Provinz. Auf nach Bad Salzdetfurth ins Relexa-Hotel. Für diejenigen von euch, die auch wie ich nicht wussten, wo das liegt. Guckt mal in der Nähe von Hildesheim. Immer noch unklar? Ok, Hannover sagt euch aber was?
Alle, die die üblichen großen Conventions gewohnt waren, erwartete ein ungewohnter Anblick: Ein kleines Hotel mit kleinen Tagungsräumen in ländlicher Umgebung. Ca. 120 Fans waren angereist. Doch was sich zuerst als ungewohnt darstellte, entwickelte sich zu einer wunderbaren, persönlichen Convention. (Entschuldigt, dass ich grad ein wenig sentimental an die Hansetrek denke.)
Los ging es am Freitag Abend im Frühstücksraum/Restaurant des Hotels. Die dort anwesenden Fans (es waren an dem Abend vielleicht an die 50) hatten die Möglichkeit, sich mit Rainbow Sun Francks (Lt. Aiden Ford, SG Atlantis), Erin Chambers (Sora von den Genii, SG Atlantis), Aaron Douglas (Chief Petty Officer Tyrol, Battlestar Galactica) und Nicki Clyne (Crewman Specialist Cally, Battlestar Galactica) zu unterhalten. Und zwar JEDER mit JEDEM! Die Schauspieler setzten sich nacheinander an jeden Tisch, um ein paar Worte mit allen zu wechseln. Klasse!
Danach wurde die Kegelbahn überfallen. Ja, ihr habt richtig gelesen: Kegeln auf ner Con! Man konnte zuschauen oder aber das Glück haben, per Losverfahren in die Mannschaften (jeweils zwei Schauspieler und zwei Fans) zu kommen: Atlantis gegen Battlestar. Ehrlich! Ich hab noch nie was gewonnen, aber diesmal ....ja! Ich (und damit auch Ziyal, die mich begleitete) durfte mit Rainbow und Erin die Ehre von Atlantis verteidigen. Nachdem der anfängliche Schock der Nicht-Europäer („What? Balls without holes? And what the hell is a Scherenbahn? Hey! And one pin is missing! There are only nine!”) übers Kegeln überwunden war, ging´s echt lustig zu. Rainbow versuchte verschiedene Techniken von „so viel Kraft wie möglich“ bis verbale Angriffe auf die Kegel. Aaron bediente sich seines Schuhs, den er einfach seiner Kugel hinterher warf, um mehr abzuräumen. Um es zusammenzufassen: Team Atlantis hat gewonnen! Ja!! („We are the champions“ *träller*)

Der Samstag morgen startete mit der Vorführung der Musikvideos der Fans, in denen Szenen aus Stargate Atlantis bzw. Battlestar Galactica zu teilweise richtigen Kunstwerken zusammengeschnitten wurden.
Es folgten Panels von Aaron, Erin und Rainbow auf einer Bühne, die angesichts des kleinen Saales für jeden echt nah war und hier mal erfreulicherweise einen hellen Hintergrund aufwies. (Das freute alle Fotografen) und darauf die erste Photosession. Ok, hier waren die ersten Warteschlangen, aber ist das nicht das Salz in der Suppe jeder Con? Die herrlichen Gespräche und nette Bekanntschaften, die –da bin ich sicher- jeder Congänger das ein oder andere Mal schon in so einer Schlange gemacht hat, möchte doch niemand missen, oder? Ich jedenfalls nicht. Natürlich haben Ziyal und ich die Gelegenheit zu einem Atlantia-Kegel-winning-team-Foto genutzt. Jawohl!
Am Nachmittag erfolgte der erste Workshops. Aaron Douglas musste dran glauben. Acting-workshop. Was für ein Spaß (für mich erst recht, weil ich nur Zuschauer war, aber Ziyal hat sich echt prima geschlagen). Alle teilten sich in Gruppen auf, schrieben erst eine Szene (SG-Team kommt durch das Stargate auf einen fremden seltsamen Planeten, erleben Verrücktes und versuchen das Gate wieder zu erreichen ...oder so ähnlich), die dann ein anderes Team schauspielerisch umsetzen musste. „Act like giant bunnies and jump back to the Stargate!“ Köstlich!

Nach Nickis Panel folgte der zweite Workshop geleitet von Erin. Stage combat. *jubel* Ja! Das war was für mich! Zuerst zeigte uns die extrem zierliche und super nette Erin ein paar Schläge, die so aussehen als ob ...na ja, als ob man trifft eben. Man kam sich vor wie in einem Bud Spencer Film *g* Überall flogen die Fäuste, hörte man Einschläge, aber alle blieben heil. Dann ging’s weiter mit einer richtigen Choreographie. Könnt ihr euch noch an Erins Szene mit Rachel Luttrell alias Teyla erinnern, indem sich die beiden Ladys einen heißen Messerkampf liefern? Schon mal versucht nachzumachen? Wir haben! Mit unglaublich viel Spaß und körperlichem Einsatz. Aus sicherer Quelle weiß ich übrigens, dass so ein Training einen Muskelkater vom Kegeln prima steigern kann ;-) *autsch*

Zur Entspannung gab’s dann die vielbesuchte Autogrammstunde. Kein Problem bei Widmungen. Teilweise wurden ganze Romane auf den Fotos geschrieben. Ein netter Plausch war auch noch drin. So lob´ ich mir das! Ein Autogramm auf einem mitgebrachten Gegenstand war sogar im Con-Preis inbegriffen. Herz, was willst du mehr?

Was dann folgte, war Gehirnjogging. Ein Quiz!
Wer kann Zitate und Geräusche einer bestimmten Folge aus Battlestar oder Atlantis zuordnen. (Unterscheidet ihr mal das Geräusch des sich drehenden Stargates von Cylonengeräuschen! *schwitz*)
Dann kamen Fragen über Serien. Oh jemine! Melodien mussten erkannt werden (Ok, die Titelmelodie von Bonanza kennt jeder, aber die von „Simon & Simon“?), Bilder zugeordnet (Menschen in roten Badeanzügen weiß der Experte doch sofort richtig einzusortieren) und Fragen geantwortet werden (Wie zum Teufel hieß noch der Hund vom Butler der Harts bei „Hart aber herzlich“?) Dann sollten wir zu vorgerückter Stunde auch noch logisch denken. (2x=6, 3x=?…Na?)
In unserer Gruppe waren wir rund 10 Frauen, die in wildstarken Diskussionen ausbrachen und ihr Wissen zusammenwarfen. War das ein Spaß! Und wir waren richtig gut! Eine Runde ging sogar an uns *freu*

Der Abend wurde abgerundet durch einen Convention-dancing-workshop. Sorry, aber darüber kann ich wenig berichten. Das ganze erinnerte mich zu sehr an den Ententanz aus vergangenen Tagen. Die Teilnehmer hatten jedenfalls Spaß ...soweit ich das von meiner Position außerhalb des Saales sehen konnte, wo wir wunderbare Gespräche mit alten und neuen Freunden führten (Gruß an alle Slasher *bg*)
Wer immer noch nicht genug hatte, konnte danach zu fetziger Musik „normal“ abtanzen, wobei Nicki sich als guter DJ und hervorragende Tänzerin zu erkennen gab. Aber auch Erin, Rainbow und Aaron hatten ihren Spaß. Und nicht nur am Tanzen. Rainbow wurde des öfteren mit diversen alkoholischen Getränken gesichtet. Scoll!

Die Quittung bekam er am nächsten Tag als er gegen Mittag nach den Panels von Nicki und Erin mit Nicki den nächsten Workshop leiten sollte (bis kurz vorher wussten die beiden so gar nicht, was sie denn machen sollten. „What? We have to do a workshop? Oh, my god!“) und im Bademantel bekleidet müde die Bühne betrat.
Nein, keine Sorge. (oder Enttäuschung? *bg*) Der gute Rainbow zeigte Nehmerqualitäten und Rapper/Dancer-Talente und versuchte zusammen mit der quirligen Nicki uns wenigen Mutigen (warum waren wir so wenig und die Zuschauer so viel?) ein paar Hiphop- und Breakdance-Schritte beizubringen (perfekt für die Abrundung eines mortzmäßigen Muskelkaters) Na ja, auch wenn wir uns abmühten, an Rainbow und Nicki kamen wir nicht heran. Sehenswert!

Am frühen Nachmittag gab's dann eine zweite Photosession, bei der unter anderem ein paar Bilder vom Vortag neu gemacht werden mussten, weil sie nix geworden waren. Toll war bei der Fotoaktion auch, dass alle Fotos inkl. Autogramm -wenn erwünscht und dann sogar mit Widmung- ausgegeben wurden.
Den Abschluss der Con bildeten dann noch Panels von Aaron und Rainbow und eine kleine, aber feine Closing Ceremony.

Schade, dass danach im Hotel kein Ort, keine Bar, keine Sitzgelegenheiten waren, um gemeinsam diese schöne Con ausklingen zu lassen. Nen kleiner Wermutstropfen auf eine sonst wunderbare Con.

Gerüchten zufolge (die Teilnehmer hüllten sich vielfach in wissendes Schweigen *bg*) gab es am späten Abend noch eine Poolparty (ein sehr schöner, großer Pool übrigens. Ich hab ihn Samstag morgen mit Ziyal getestet, um den müden Muskeln etwas Entspannung zu gönnen) Darüber kann ich leider nichts berichten, denn ich war nicht dabei, sondern habe zusammen mit meiner neuen Freundin Sam *heftig wink in ihre Richtung* den Conblues auf unserem Zimmer bekämpft ...erfolgreich, denn nach der Con ist vor der Con!

Alles in allem: Es war wunderbar!

Eure Arusha


Aaron Douglas

Schon beim „meet and great“ am Freitag Abend lernen wir einen Mann kennen mit vielen verschiedenen Seiten: sehr humorvoll und ein Spitzbube, gleichzeitig interessiert an den Geschehnissen des zweiten Weltkrieges. Sympathisch und offen (wie eigentlich alle anwesenden Schauspieler) Im Panel erzählte er unter anderem, dass er beim Anschauen des Stückes „Rag Time“ gedacht hatte: „Schauspielern? Das möchte ich auch machen.“, er darauf seinen Job kündigte und zur Schauspielschule ging. Man müsse sich als Schauspieler allerdings immer durch diverse Jobs über Wasser halten (Gespräch mit einem Schauspieler: „What do you do?“ „I´m an actor.” “Oh, what restaurant?”) Trotzdem könne er sich keinen anderen Beruf für sich vorstellen. Auf die Frage, mit wem er gerne mal zusammenarbeiten möchte, meinte Aaron, er würde es fast scheuen seine Idole zu treffen aus Angst, sie würden sich als „yerks“ (oder wie schreibt man das?) erweisen. Nichts desto Trotz würde ihn ein Projekt mit Johnny Depp, Tom Hanks oder Tim Burton reizen. Auf die Frage, was für Rollen er gerne spielen würde, ob vielleicht auch romantische, kam ein eindeutiges „No!“ Lieber eine Komödie. Dann erwähnt er auch vor großem Publikum, dass er geschichtlich sehr interessiert sei, vor allem an den Ereignissen im zweiten Weltkrieg, ein Thema, dass ihn sehr fasziniert und er sich deshalb auch auf Deutschland gefreut hat. Seinen Freunden hatte er allerdings auf die Frage, wo er denn hinreise, erzählt, er würde sich den Austragungsort der WM ansehen. Leider konnte er aber bisher von Deutschland nur den Flughafen und das Hotel sehen.
Auf die Frage, wen er denn mal treffen wollte –lebend oder schon verstorben, meinte er er würde gerne mit der Bibel zu Jesus gehen und ihn fragen, ob das denn alles so stimmt, was da drin steht. Und auf die Frage, was er denn machen würde, wenn er für einen Tag eine Frau wäre, kam prompt die Antwort „Sit on my sofa and play with my breast!“ Außerdem wäre es sicherlich interessant zu wissen wie so das Leben als seine Schwester wäre.
Sein technisches Verständnis reiche im Gegensatz zu seinem Battlestar-Charakter gerade mal aus um einen Bleistift anzuspitzen und er genieße seine Rolle sehr, nicht der große Held zu sein sondern nur ab und zu nur ein Stückchen.
Er berichtet, dass ihm beim Dreh von Battlestar Galactica die Außenaufnahmen im Wald von Vancouver und die Arbeit mit Nicki am Set am meisten Spaß machten. Es bereite ihm immer wieder Vergnügen, sie während einer Szene zum Lachen zu bringen, was nicht wirklich schwer sei, denn Nicki würde ständig lachen. Schwierig sei es mit James Callis alias Dr. Baltar und Tricia Helfer alias No.6 zu arbeiten, weil man ja vorgeben muss No.6 nicht zu sehen.
Die Con fasste er zusammen mit den Worten: „Great fun, great bear.“


Nicki Clyne
Zierlich, quirlig, sympathisch und ständig zu Scherzen aufgelegt. So kann man Nicki beschreiben. Sie genießt die Arbeit am Set und vor allem den Spaß mit Aaron. (Beobachtet Nicki mal, wenn ihr Battlestar guckt. Da zuckt ständig ein Lachen in ihrem Gesicht *g*) Allerdings habe Aaron sie beim Dreh zweimal aus Versehen ins Gesicht getroffen. Ruf aus dem Publikum von Aaron: „It wasn´t me!“ Ok, dann müsse sie es selbst getan haben oder jemand sei gaaaaanz schnell weggelaufen.
Da zuerst geplant war, sie in der ersten Episode sterben zu lassen, ist sie nun um so glücklicher so lange dabei sein zu können. Allerdings habe sie persönlich keinerlei technische Fähigkeiten. Jetzt wolle sie das aber ändern. Sie habe sich gerade ein altes Motorrad gekauft und will sich das Schrauben daran beibringen lassen.
Um sich auf die Rolle vorzubereiten, wurden die Schauspieler, so erzählt Nicki, in ein Militärcamp geschickt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es beim Militär zugeht.
Die Arbeit bei Battlestar mache ihr unglaublich viel Spaß, vor allem auch, weil sie mit so vielen talentierten Leuten zusammenarbeiten kann und dort jede Menge lernt, nicht nur von den Schauspielern, sondern auch von den Leuten im Hintergrund. Nicki erzählt uns, dass sie durchaus Interesse hat, einmal Regie zu führen oder auch zu schreiben. Früher hätte sie kleine Werbefilme gemacht, u.a. für Sprite und „gogart“, einem Joghurt aus ner Tube (etwas, dass ihr heute peinlich ist), aber heute würde sie Werbung ablehnen, weil ihr das einfach nicht kreativ genug ist. Sie liebt es zu tanzen (ihre Tanzeinlagen auf der Party waren grandios!), hat das aber nie gelernt. Ein Naturtalent eben.
Für ihre Rolle wünscht sie sich Szenen, in denen sie mehr Lachen und vielleicht offene Haare tragen kann. Gefragt nach ihrer stärksten Szene will sie nichts verraten, weil die ihrer Meinung nach noch kommt. Wir sollen uns auf jede Menge Überraschungen gefasst machen. Als sie gefragt wird, ob sie vor irgendeiner Frage Angst gehabt hätte oder eine bestimmte erwartet hätte, erzählt sie, dass sie erwartet hat, dass man sie nach Kelly Vornamen fragt, sie aber selbst keine Ahnung hat. Sie habe sich aber im Vorfeld nicht zuviel Gedanken über Fragen gemacht, um sich nicht nervös zu machen und spontan bleiben zu können. Ihre 5 Worte, um die Con zu beschreiben? Sehr augenöffnend, inspirierend, motivierend, Spaß und noch mal Spaß.
Ja, Nicki, wir hatten auch Spaß mit dir.


Rainbow Sun Francks
Rapper. Dancer. Entertainer. Partyman. Rainbow Sun Francks ist wirklich vielseitig. Er erzählt uns gut gelaunt, wie sehr er es liebt, bei Stargate dabei zu sein und zu Cons zu gehen, um dort die Fans zu treffen. Rainbow empfindet die Veränderung seiner Rolle in der zweiten Staffel (Nein! Ich sag hier noch nichts. Keine Spoilergefahr!) als klasse und als seine persönlich beste Rolle. Die notwendigen Stunts macht er größtenteils alle selbst, was ihm einen riesen Spaß macht. Dabei hilft ihm seine gute Körperbeherrschung, die er sich schon früh durch Breakdance antrainiert hat. (Sein Tanztalent zeigte er uns dann auch später bei der Party und dem dance-workshop mit Nicki) Gleichzeitig verbessere diese Rolle durch die vielen Stunts seine schauspielerischen Möglichkeiten für die Zukunft.
Am Set wird er gerne von Dean Marshall (Sgt. Bates) geärgert, weil er so oft bewusstlos irgendwo rum lag. „Getting knocked off today?“ Am meisten gelacht hätte er am Set über die Wraith. Genauer gesagt über eine Szene, in der die Wraith angerannt kommen und auf ein Ziel schließen sollen. Weil die Schauspieler aber in den Masken kaum etwas sahen, liefen sie wirr umher und schossen alle in verschiedene Richtungen.
Rainbow erzählt uns, dass es für die Schauspieler bei Atlantia möglich ist, eigene Ideen über ihre Charaktere mit einzubringen. Das schwarze Auge, das er jetzt in seiner Rolle hat (nein, ich verrate nicht mehr!) wäre zum Beispiel seine Idee gewesen. Allerdings war er gezwungen, das Make-up den ganzen Drehtag (bis zu 16 Stunden) zu tragen, weil ein Entfernen immer äußerst schwierig und zeitaufwendig war. Er würde sich wünschen, dass sich sein Charakter Ford zu so einer 1-Mann-Einsatztruppe entwickeln würde, wo er dann einfach ein paar Leute tötet und zurückkommt, um ein Sandwich zu essen.
Sein Zusammentreffen mit Richard Dean Anderson hat ihn schwer beeindruckt. Richard hätte eine unglaubliche Präsenz. Neben ihm käme man sich richtig klein vor. Allerdings hätte er ihn getestet. Er hätte ihm ein paar Sachen hingelegt, um was zu basteln, aber Richard hätte es nicht auf die Reihe gekriegt. Tja, Mac Gyver ist lange her *g*.
Dann berichtet Rainbow über sein Casting zur Rolle. 8- oder 9-mal musste er dort hin. Das letzte Mal um 9 Uhr morgens, nachdem er 2 Tage nicht geschlafen hatte. Das wäre echt furchtbar gewesen. Und das nur, weil der Produzent ihn nur noch mal sehen wollte. 12 Stunden später saß er dann im Flieger nach Vancouver, um mit den Dreharbeiten zu „Rising“ zu beginnen. Er war echt fix und fertig.
Auf die Frage, wo er noch gerne mitspielen wollte, meinte Rainbow, dass er sehr gerne bei „Firefly“ und „Herr der Ringe“ mitgemacht hätte, wo er dann der erste schwarze Elb sein wollte. Sein Lieblingsbuch sein übrigens „Der kleine Hobbit“. Außerdem liebt er Bücher über das Kochen und kocht auch selbst sehr gern. Vielleicht war er deshalb auch über das Essen in England so entsetzt, über das er sich lautstark beschwerte.
Auf die beliebte Frage, was er denn tun würde, wenn er einen Tag eine Frau wäre, kamen schnell Ideen: Shopping, Sex, ab in die Umkleide mit den Mädels und Männer anmachen, um sie dann abblitzen zu lassen. Na, dann viel Spaß dabei, Rainbow.
Rainbows schauspielerische Karriere, so erzählt er, startete schon im Alter von 2 Jahren auf dem Arm seiner Mutter. Sein zweiter Auftritt bei der Sesamstraße endete recht schnell, weil er Angst vor den Puppen gehabt hätte.
Nach Ausflügen in die „normale Welt“(ein Job bei „Starbucks“ endete schon nach 2 Tagen) wandte er sich schnell wieder dem Showbusiness zu. Eine Zeit lang hätte er als Moderator einer Musiksendung gearbeitet, was ihm heute viele Vorteile bringt, denn es steigerte seine Popularität und heute wisse er besser, was Reporter von ihm wollen mit ihren Fragen, denn genau das hat er ja auch gemacht. Rainbow versucht seine verschiedenen Talente gleich stark auszubauen. So arbeitet er neben seiner Rolle bei Stargate weiter an seiner Rappmusik, von der er uns einige Kostprobe darbot, und hat sogar Mode designt. Seine Schauspiel-Vorbilder sind, so berichte er, Christopher Walker und Johnny Depp.
Zum Abschluss soll Rainbow die Con mit 5 Worten umschreiben: Tanz, Kommunikation, Unterhaltung, Wodka, perfekt. Danke Rainbow!


Erin Chambers
Unser erstes Zusammentreffen mit der bescheidenen, süßen Erin war (mal abgesehen von den wenigen Minuten beim meet and great) schon am Samstagmorgen beim Frühstück, und zwar nicht nur mit ihr sondern auch mit ihrer total sympathischen Mutter, die einiges aus dem Nähkästchen plauderte. Richtig nett. Zum Beispiel wäre Erin eigentlich im Gegensatz zu einer ihrer Schwestern immer ein braves Mädchen gewesen. Dazu sagte Erin gar nichts. Warum nur? *g* Die Unterhaltung war so amüsant, dass wir den halben Video-Contest verpasst haben. Das war es aber wert.
Beim Panel erzählte Erin dann, dass sie vor ihren Casting keinerlei Fight-Praxis hatte und daher schon glaubte, sie würde die Rolle der Sora gar nicht bekommen. Zur Vorbereitung erhielt sie dann eine Woche Kampftraining (wovon sie uns ja dann in ihrem stage-combat-workshop einiges beibrachte), um ihre Szenen zu bewältigen. Bei der Choreographie war ihr Rachel sehr behilflich. Erin wusste vor dem Dreh gar nichts von der großen Popularität von Stargate Atlantis. Auch war sie überrascht wie beliebt ihre eigene, eigentlich doch kleine Rolle bei den Fans ist.
Angefangen hatte sie ihre schauspielerische Laufbahn schon mit 7 in dem Musical „The King and I“ in dem sie ein siamesisches Mädchen spielte. Sie bewies uns dann gerne ihr musisches Talent indem sie uns unter anderem das Lied der kleinen Meerjungfrau aus „Arielle“ vorsang. Ein wahrer Genuss!
Ob sie lieber Theater spiele oder im Film/Fernsehen könne sie gar nicht sagen. Sie liebe es vor Publikum zu stehen, aber beim Filmen hätte man den Vorteil, etwas noch einmal zu drehen, um sich zu verbessern.
Auf die Frage, was und mit wem sie gerne drehen würde, kam spontan „Lost“, „24“, Julia Roberts, die sie sehr verehrte, Kiefer Sutherland und Clive Owens. Allerdings kämen Nacktszenen nicht in Frage. Nicht, dass sie es missbilligte, dass andere Kollegen das tun würden, es läge einfach nur nicht in ihrer Natur sich nackt vor anderen zu zeigen.
Während Erin so erzählt, schleicht sich plötzlich ihre Mutter von hinten an uns heran und erzählt uns, dass Erin Quilts mache. Wir sollen sie doch einmal danach fragen. Gesagt. Getan. Erin ist auf meine Frage völlig perplex und fragt zuerst nur, woher ich diese Information habe. Ich schaue gespielt unschuldig zu ihrer Mutter im Publikum und meine nur, dass hätte ich irgendwo gehört *grins* Erin schämt sich ein bisschen, darüber zu berichten. Vielleicht käme uns das ja spießig vor. Kommt es uns nicht. Erins Mutter bedankt sich nach dem Panel noch bei uns, dass wir ihre Tochter so herrlich aus der Fassung gebracht haben. Nette Familie :-)
Erin fühlt sich trotzdem (oder gerade deshalb?) sichtlich wohl auf der Bühne, obwohl sie ein bisschen Angst vor der Convention hatte. Schließlich war dies ihre erste. Da war sie sehr froh, sich eine so kleine ausgesucht zu haben, um nicht gleich erschlagen zu werden von zu vielen Fans. Sie beschreibt die Con mit den Worten: fein, faszinierend, intim, anders und kreativ.
Klingt als hätte es ihr sehr gefallen :-)

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