Conventions - Berichte - FedCon XV
 

FedCon XV

vom 19.-21.05.2006 im Hotel Esperanto in Fulda
 
Die erste –und wie sich herausstellte auch die letzte- FedCon im Esperatohotel startete für viele mit der Suche nach der richtige Schlange. Wo meld ich mich für´s nächste Jahr an? Wo kann ich mich einchecken? Die Anmelde-Nummern auf den Flip-Charts änderten sich anfangs alle 5 min. Ok, macht nix. Das in Reihe stehen artet wie üblich in netten Diskussion, Schließen von neuen Bekanntschaften und Auffrischen alter Freundschaften aus. Die Con hat begonnen. Und endlich hab ich auch mein Con-Batch und die Anmeldung für 2007 in der Tasche. (Oder hat hier irgendwer angenommen, ich würde mich nicht sofort wieder anmelden, nachdem ich erfahren hab, dass die nächste FC wieder in meinem von mir heiß geliebten Maritim ist? Nicht wirklich.)

Pressekonferenz

Schnell war der Raum für die Pressekonferenz gefunden. Kunststück, kannte ich das Hotel doch bereits von der RingCon im letzten Jahr.
Die Klingonischen Türsteher schreckten jeden unbefugten ab. Puh! Glück für mich, dass ich das nicht bin.
Es war schon richtig voll dort. Und dann ging es auch schnell los, noch ohne die Anwesenheit der Schauspieler. Als erstes wurde über das Projekt „Trek United“ berichtet, ein Versuch von Fans durch das Sammeln von Geld zur Finanzierung Paramount zum Fortsetzen von Enterprise zu bewegen. Paramount lehnte das Geld jedoch ab. Als der Vortrag scheinbar zu langatmig erschien, wurde er kurzerhand von den Klingonen beendet, die die protestierende Vortragende einfach vom Mikro tragen. Klingonen eben ;-)
Als nächstes erzählte Willi Wiegand, besser bekannt als der „deutsche Spock“ zusammen mit dem Kirkdarsteller, Autor und Produzenten (entschuldigt, seinen Namen hab ich vergessen) von dem gemeinsamen Fanfilm, der nun abgedreht sei und sich in der postproduction-Phase befinde.
Besuch kam vom Auktionshaus Christie’s. Dort werden im Oktober diesen Jahres Exponate von Paramount zum 40sten Jubiläum von Star Trek versteigert, und zwar Requisiten, Kostüme etc. aus allen Star Trek Serien und Filmen. Es sollen bis zu 7000 Einzelteile sein. Ein winziger Teil davon war dann im Händlerraum zu bewundern.

Nun sollten endlich die Schauspieler und Gäste der Pressekonferenz beiwohnen. Einer nach dem anderen wurde aufgerufen: Alexandra Velten (Ägyptologin), Dr. Rainer Nagel (Sprachexperte), Tim Brazeal (Initiator von TrekUnited), Dr. Ing. Hubert Zitt (u.a. Informatiker), Richard Arnold (Star Trek Experte), Überraschungsgast Patrick Kilpatrick, Marc Singer (bekannt aus „V- die Besucher“ und „Beastmaster“), Menina Fortunato (Orion Slave girl aus „Star Trek: Enterprise“), Clare Cramer (Göttin Glory aus „Buffy“), Dean Haglund (u.a. bekannt aus „Akte X“), Gary Jones (Sgt. Walter Harriman aus „Stargate SG!“), Andy Hallet (Dämon Lorne aus „Angel“), Christian Kane (Anwalt Lindsay Mc Donald aus „Angel“), Gigi Edgley (Chiana aus „Farscape“), Mira Furlan (Delenn aus „Babylon 5“, neuerdings auch in „Lost“ zu bewundern), Cirroc Lofton (Jake Sisko aus „Star Trek – Deep Space Nine“), Nicole deBoer (Ezri Dex aus „Star Trek – Deep Space Nine“), Connor Trinneer (Trip Tucker aus „Star Trek: Enterprise“). Walter Koenig (Pavel Chekov aus „Star Trek: Die Originalserie) und George Takei (Hikaru Sulu aus „Star Trek: Die Originalserie).
Gates McFadden (Dr. Beverly Crusher aus “Star Trek: The Next Generation”) und Claudia Christian (Susan Ivanova aus “Babylon 5”) waren, obwohl zur Konferenz erwartet, nicht anwesend, Robert Beltran (Commander Chakotay aus “Star Trek: Voyager) war „geplant“ nicht anwesend, aus welchen Gründen konnte ich nicht herausfinden.
Einer nach dem anderen stellte sich vor und sagte ein paar Worte: wer er/sie ist, welche Rolle er/sie gespielt hat, die die FC dazu veranlasst hat, ihn/sie einzuladen.
Nicole deBoer erzählte, dass sie in der zur Zeit in Deutschland ausgestrahlten Serie „The Dead Zone“ spielt, George Takei und Walter Koenig berichten begeistert über das Fanprojekt „New Voyages“, in dem sie in einer ziemlich professionell gemachten Verfilmung neuer Geschichten der alten Crew der Enterprise mit Freuden Rollen übernommen haben.
Richard Arnold dementiert Gerüchte über den neuen Star Trek Film. Zwar stimme es, dass
J.J. Abrams die Regie übernehmen würde, allerdings gäbe es noch Drehbuch. Auch über das Academy-Konzept sei nicht gesprochen worden.
Connor erzählt unter anderem über seine Dreharbeiten bei Stargate – Atlantis. Sein Charakter dort sei noch nicht tot, und er hoffe, dass das auch so bleibe und er somit noch mehr Atlantis drehen könnte.
Patrick stellte sich vor als der Mann, der von jedem Helden auf der Erde und im Universum schon getötet worden wäre, und er hielte den Rekord in Gastauftritten mit 28 Rollen in 18 Serien.
Andrew erheiterte alle indem er nach seiner Vorstellung zu Menina rüber grinste und meinte, sie beide hätten etwas gemeinsam: Sie waren beide grün.
Christian sprach über seine Musik und über das auf der Con stattfindende Konzert.
Danach war die offene Fragerunde freigegeben. Auf die Frage, welche Gefühle er dabei hätte, dass es zum 40sten Geburtstag nichts Neues von Star Trek gäbe, antwortete Georg Takei völlig gelassen. Er wäre bereits daran gewöhnt, ständig überrascht zu werden, gerade bei StarTrek über all die Jahre. Immer wieder haben sie geglaubt, das Ende von Star Trek wäre gekommen. Nach der Serie, die anfangs nicht erfolgreich schien. Nach dem ersten viel zu teuren Spielfilm. Nach der Zeichentrickserie. Nach allen weiteren Serien. Immer wäre es weiter gegangen. Im Moment würde er „New Voyages“ als das neue Star Trek Projekt ansehen. Und wer weiß, was danach noch kommt…
Tut mir leid, aber wer von mir etwas über das Panel von Richard Arnold wissen will (Will das wirklich wer?) den muss ich enttäuschen. Ich habe erst einmal die Hamburger BC1-Abteilung mit Bev vom Bahnhof abgeholt und dann das Ibis erobert. Nur wenige Gehminuten vom Esperatohotel entfernt bietet es günstige, nette Zimmer. Ok, Schluss mit der Werbung ;-)

Panel Mira Furlan

Das erste Panel der diesjährigen Con, das mich interessierte, was das von Mira Furlan. Die sehr sympatische, vielleicht sogar etwas schüchtern wirkende Frau, die aus dem ehem. Jugoslavien stammt, spricht uns in einem sehr guten Deutsch an, wechselt aber auf die Bitte eines holländischen Fans ins Englische, um von allen verstanden zu werden.
Sie ist gleichzeitig froh und bereut es Schauspielerin geworden zu sein. Vielleicht würde sie diese Entscheidung so nicht noch einmal treffen. Die Schauspielerei hätte zu viel mit Glück zu tun. Das Glück gerade der Typ zu sein, der beim Casting gesucht wird.
Auf Fragen nach der Serie „Lost“, in der sie eine eigenartige, französische Frau spielt, erzählt sie, dass es eine angenehme Sache ist, nicht stundenlang wie für Babylon 5 in der Maske zu sitzen. Die Dreharbeiten würden sehr viel Spaß machen, und selbst die Schauspieler müssten nicht, wie es in der Serie weiterginge.

Panel Cirroc Lofton

Cirroc kam locker und gut gelaunt zu seinem Panel und erzählte einfach drauf los als zuerst keine Fragen an ihn gestellt wurden. Er berichtete, dass er sich viel der Musik widmet, er würde rappen (hätte das auch schon zusammen mit Anthony Montgomery getan, der uns ja schon auf einer FC sein Rapptalent bewiesen hat), führte das auch gleich vor (wobei es in meinen Ohren eher nach einfachem Sprechen denn nach rappen klang, aber da bin ich kein Experte). Als er sich dann plötzlich auf dem Monitor vor seinen Füßen entdeckte, stellte er begeistert fest, dass dieses hier sein erstes Musikvideo sei. Das nächste Mal würde er Musik und Backroundsängerinnen mitbringen.
Cirroc erzählte unter anderem noch von dem engen Kontakt, den er zu Avery Brooks und dessen Familie hat. Avery sei fast sowas wie ein Vater für ihn (schließlich sei er ja buchstäblich bei DS9 aufgewachsen).
Schwierig sei für ihn die Pubertät gewesen. Vor allem das Kostüm wäre da „hinderlich“ gewesen, weil es zu eng anlag und gewisse „Gefühlsregungen“ nur allzu deutlich zeigte. Seine Garderobenfrau habe darauf hin zu ihm gesagt: „Bitte, du zeigst zuviel.“ Darauf hin musste er unter seinem schon ohnehin ungequemen Kostüm etwas drunterziehen, dass „gewisse Stellen“ im Zaum halten sollte. Besser wurde das, als aus dem hässlichen Einteiler ein Zweiteiler wurde.
Marina Sirtis sei übrigens seine erste große Liebe gewesen. Da war er grad 14. Danach hätte er sich in so ziemlich jeden weiblichen Star am Set verguckt.
Hm, so wie er auf der Bühne rüberkam, beruht das heute sicher oft auf Gegenseitigkeit.

Panel Andy Hallett

Andy ist ein quirliger Typ, der so viel und so schnell erzählt, dass mir kaum etwas davon in Erinnerung geblieben ist. Aber er ist echt schnuckelig (ok, dieser Ausdruck kam relativ häufig während der Con über meine Lippen. Aber ehrlich! Er ist WIRKLICH schnuckelig!)
Er erzählt unter anderem, dass er beim Casting für seine Rolle als Lorne in „Angel“ zwar wusste, dass er einen guten Dämon spielen sollte, der Besitzer einer Karaoke-Bar sei, aber Andy hatte keine Ahnung, dass seine Rolle so lange Bestand haben würde. Und er wusste auch nicht, dass er grün sein sollte.

Die Panels von Marc Singer, Menina Fortunato und Clare Kramer habe ich nicht gesehen. Entweder, die Schauspieler sagten mir nichts (Beastmaster hab ich nie gesehen und Menina machte auf mich nicht grad den Eindruck einer interessanten Frau, aber bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege) oder, wie im Fall Clare, habe ich sie schon auf der letzten FC genossen.


Opening Ceremony

19:00 Uhr. Der Saal war gut gefüllt, und Marc B. Lee eröffnete mit seiner bekannt charmanten Art offiziell die FedCon XV. Hier gibt es nur wenig Ungewöhnliches zu berichten. Robert Beltran bezeichnete die Halle des Esperanto als Barracke (womit er –ehrlich gesagt- ja auch gar nicht so falsch liegt, was den Charme der Halle betrifft. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich auf´s Maritim freue?) Claudia Christian war noch nicht anwesent, aber Marc versprach, dass die Comedy Show mit ihr und Dean am Abend planmäßig stattfinden würde. Wir waren erleichtert, hatten wir uns doch gerade darauf sehr gefreut.

Panel Gates McFadden

Nach der Opening betrat der Doktor die Bühne. Gates McFadden alias Dr. Beverly Crusher erzählte auf Ziyals Frage hin etwas über ihre Arbeit mit Jim Henson (Gates war Puppenspielerin und unter anderem für die Chorographie der Ballszene im Film „Das Labyrinth“ mit David Bowie verantwortlich). Sie berichtete, dass Henson seinen Spielern immer sehr viel Freiraum gab zu spielen und sich erst anschließend das raussuchte, was ihm gefiel. Auch hatte sie sehr viel Spaß mit den Figuren der Muppet-Show. Ihr Lieblings-StarTrek-Film sei First Contact, weil er ihrer Meinung nach ein sehr gutes Script hatte.
Die Rolle der Beverly Crusher habe sie im Glauben angenommen, der Doktor wäre lustiger. Sie hätte die Rolle lieber so gespielt wie den Doktor in „Zeit des Erwachens“ (mit Robin Williams und Robert de Niro). Der Humor wäre auch der größte Unterschied zwischen ihr und Dr. Crusher.
Über ihre Pläne befragt erzählte Gates, dass sie hoffe, endlich ihr Theater in Frankreich zu eröffnen, ein Projekt, an dem sie schon länger arbeitete, aber aus familiären Gründen (ihre Mutter starb vor einem Jahr) verschieben musste.
Sie berichtete außerdem, dass sie sich für Ärzte ohne Grenzen engagierte und lieferte uns zum Schluss eine wunderbare Probe ihres Step-Talentes.

Panel Robert Beltran

Robert Beltran eröffnete sein Panel, indem ein mit der Aufstellfigur von Dr. Crusher im Arm die Bühne betrat und ein Kuss-Szene spielte. Bei den Beantwortungen der Fragen konnte man sich bei Robert nie sicher sein, was ernst gemeint und was ein Teil seines hintersinnigen Humor war. Auf die Frage, was er denn gemacht hätte, wenn er kein Schauspieler geworden wäre, kam mit einem verschmitzten Lächeln, er würde einen guten Kriminellen abgeben, dann folgt etwas ernster er wäre Komponist.
Ob er denn als Mann eher Janeway oder Seven bevorzugen würde? Robert grinste wieder und meinte, er hätte Harry Kim eigentlich immer süß gefunden. Die Lacher hatte er damit auf seiner Seite. Dann zog er seine Jacke aus, und mit den Worten „Halt mal, Gates“ landet diese gekonnt über dem Pappaufsteller seiner Kollegin.
Hobbies? Er lese gern, lerne grad Musik zu schreiben, wofür er aber sicher noch eine Weile bräuchte, unterrichte Shakespear und spiele ab und zu Basketball und Baseball. Angesprochen auf die Zukunft von StarTrek bemerkt er treffen „They´ve milked the cow a little too much.“
Fazit: Er ist sympatischer als sein Ruf (was sich noch viel später auf der Party beweisen sollte ;-) )

Show: Q vs. Janeway

Den Abschluss des offiziellen Programms vom Freitag bildete eine höchst amüsante Improvisationshow von Dean Haglund als Q und der inzwischen eingetroffenen Claudia Christian als Janeway. Die beiden haben sich Stichwortgeber auf die Bühne geholt, das Publikum gebeten, ihnen Sprachen vorzuschlagen, in denen sie weiter reden sollten (Na klar! Es wurde russisch vorgeschlagen! Göttlich!!!) oder versucht, auf Zetteln vorher notierte Sätze in eine Unterhaltung sofort einzubauen. So musste Claudia zum Beispiel den berühmten Satz „Ich bin dein Vater, Luke.“ einbauen und meinte dann, das wäre vor ihrer Geschlechtsumwandlung gewesen.
Wir haben gelacht bis uns die Bäuche wehtaten. Sorry, ich habe kaum Einzelheiten behalten. Ist bei so stand-up-comedians auch nicht so einfach. Solltet ihr jemals die Gelegenheit haben, einen von beiden zu sehen, nutzt sie!
Konzert Christian Kane
Die Party startete sozusagen schon im Hauptsaal, denn der Show folgte das Konzert von Christian Kane und seinen zwei Freunden an akustischen Gitarren. Wir kamen in den Genuß von wunderschöner Country-Musik und einer erstaunlich guten Stimme von Christian. Spätestens bei „Sweet Home Alabama“ sprang auch beim letzten der Funke über. Für mich als Country-Fan ein Hochgenuss (Natürlich musste ich am nächsten Tag auch gleich seine CD kaufen. Und sie läuft bei mir rauf und runter seit dem!)
Freitag Party
Im Gegensatz zur RingCon war die Cocktailbar im sechsten Stock des Hotels das ganze Wochenende für jederman geöffnet. (Während der RingCon war sie Freitag- und Samstagnacht nur den VIPs vorbehalten) Was von großem Vorteil war, denn die Atmosphäre in der großen Eingangshalle, die als Tanzfläche diente war trotz sehr guter Musikauswahl mehr als bescheiden. Die Aussicht von dort oben war gigantisch. Fulda bei untergehender Sonne. Wunderbar. Und große Fenster, die sich zur Frischluftzufuhr vollständig öffnen ließen. Und schnelle, freundliche Bedienung mit extrem leckren Cocktails *BG* Einer Party bis in die frühen Morgenstunden stand nichts im Weg. Schon gar nicht uns ? Und auf dem Hotelzimmer ging´s dann weiter. Man glaubt es vielleicht nicht, aber um 4 Uhr morgen ging uns doch tatsächlich schon der Baileys aus! Anständige Leute gehen im Hellen ins Bett. Wir auch! Es wurde bereits hell und die Vögel zwitscherten („Es war die Nachtigall und nicht die Lerche!“) Und 3 Stunden später klingelte der Wecker!!! Aber es gibt da so eine Convention-Regel: Auf einer Con redet man nicht über Schlaf (oder den Mangel desselben).

Panel Connor Trinneer

Viel zu früh für unseren Geschmack stand Connors Panel am nächsten Tag auf dem Programm. Der Typ ist einfach schnuckelig (Ich hab euch gewarnt! Das kommt öfter.) Was machte der Mann als erstes? Holt seinen Ipot raus und geht zur Kamera, um uns so auf der großen Leinwand Bilder von seinen kleinen Sohn zu zeigen! Der Papa platzte vor Stolz. Und wir staunten nicht schlecht als wir unter anderem Bilder von Papa und Sohn im Schlafanzug auf dem Wohnzimmer Teppich zu sehen bekommen. So süß! Papa UND Sohnemann. Connor teilte mit uns wirklich für kurze Zeit sein privates Glück. Ein schöner Moment!
Dann erzählte er ein wenig über die Dreharbeiten zu Enterprise, die in der Wüste stattgefunden hatten, denn im Gegensatz zu Trip genoss Connor den Aufenthalt dort …mit Ausnahme der Szene, in der er und Scott Bakula in den Sand eingegraben wurden. Völlig begraben zu liegen und nur durch einen Strohhalm zu atmen war für ihn äußerst unangenehm, wobei er noch das Glück hatte, mit dem Gesicht nach unten zu liegen. Scott lag auf dem Rücken, und der Sand drang ihm in Mund, Nase, Ohren. Ziemlich scheußlig.
Auch über seine Rolle bei Atlantis berichtete Connor den Fans. Die Rolle sei interessant und er hoffe, sie noch mehrere Episoden spielen zu dürfen.

Panel George Takei

Dann endlich kann das von mir so lang erwartete Panel von Georg Takei. Begeistert und mit viel Elan berichtete er von den Dreharbeiten zu „New Voyages“ Die Folgen sollen, so George, im Internet zum kostenlosen Downloaden angeboten werden, um sie so zu verbreiten´. („You can download them on your laptop. Imagine! We´ll be acting on your laps!“)
George berichtete ganz offen über seine Jugend in Amerika nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour, die er nach der Deportation durch Soldaten in einem japanischen Internierungslager verbringen musste, und prangerte entschieden die Zustände an, die auch heute wieder herrschen. Nämlich, dass Menschen, nur weil sie so aussehen wie der Feind (damals die Japaner und gleichzeitig auch alle Asiaten, heute arabisch aussehende Menschen) verachtet, verfolgt und schlecht behandelt werden. George glaubt, dass sich die Geschichte Amerikas hier wiederholt, weil viele Amerikaner einfach zu wenig über ihre Geschichte wissen.
Auf die heutige Technik angesprochen zeigte George seine Begeisterung darüber wieviele der damals als unmöglich eingestuften Ideen Gene Roddenberrys heute Realität sind. Vor allem die Raumstation ISS sei ein enorm wichtiger Schritt. Wer hätte schon vor 40 Jahren geglaubt, dass Amerikaner und Russen gemeinsam eine Weltraumstation betreiben?
George erzählte uns auch, dass er eines Tages einen Anruf von einem Fan bekommen hatte, der ihm zu seiner Rolle bei Voyager gratulierte. Der Fan hätte das im Internet gelesen. George habe damals seinen Agenten angerufen, doch dieser wusste von nichts. Erst mehrere Wochen später bekam George von seinem Agenten die Bestätigung. „George, guess what. The internet was right!“ Seit dem messe er Internetgerüchten eine größere Bedeutung zu.
Die letzte Frage an George war die Frage, die auch mich interessierte: Warum ist George im vergangenen Jahr an die Presse herangetreten, um öffentlich bekannt zu geben, dass er homosexuell ist. George empfand die Frage keineswegs als zu persönlich und erzählte uns, dass er bereits seit über 20 Jahren mit seinem Lebenspartner Brad zusammen sei und die beiden nie ein Geheimnis als ihrer Beziehung gemacht hatten. Nur den Schritt an die Presse habe er erst jetzt gemacht, um autentischer gegen Gouverneur Schwarzenegger auftreten zu können, der trotz seiner Ankündigung in einer Talkshow, er würde für ein Gesetz zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe stimmen, seine Unterschrift unter den Gesetzentwurf verweigerte. Sein öffentliches Coming-Out führte dazu, dass er eine Reise durch die USA unternahm, um auf vielen verschiedenen Veranstaltungen für die Rechte von Homosexuellen und Transsexuellen zu kämpfen. In dieser Beziehung könne die USA noch jede Menge von Europa lernen.
Fazit: Ein beeindruckender, offener, warmherziger Mann, der zu dem steht, was er sagt und tut. Er war mir eine Ehre ihn zu treffen!

Panel Mira Furlan+Claudia Christian

Das nächste Panel bestritten die beiden Babylon5 Darstellerinnen gemeinsam. Als erstes stellten sie traurig fest, dass sie sich das letzte Mal auf der Beerdigung ihres vor kurzem verstorbenen Babylon5 Kollegen Andreas Katsulas (G´Kar) gesehen hatten. Dann beantworteten sie die Fragen der Fans, scherzen miteinander, sprachen über die schwierige politische Lage in Ex-Jugoslavien und darüber, dass man nicht immer stolz darauf sein kann, woher man ursprünglich kommt. Beide Frauen würden heutzutage keinem jungen Menschen mehr raten Schauspieler zu werden, weil es immer weniger, dafür größere Studios gäbe, die mit einem immer kleiner werdenden Kreis von Schauspielern zusammenarbeiten würde. Alle anderen hätten es enorm schwer, Arbeit zu finden.

Nun war die erste Autogrammstunde angesagt. Und hierfür musste entlich nicht der Hauptsaal umständlich umgebaut werden. Die Schauspieler saßen auf zwei Emporen (die mit Autgrammgutscheinen auf der einen Seite, die „Inklusive-Autogramm“ Schauspieler auf der anderen) seitlich des Saales. In kleinen Gruppen wurden die Fans dort hingelassen. Kein Gedränge, kein Geschiebe. Einfach prima organisiert. Und da direkt zu Anfang bekannt gegeben wurde, dass am ersten Tag nur die Tickets bis Nummer 800 eingelassen wurden, konnten alle anderen (inkl. mir. Ich hatte Nummer 801!) die Wartezeit frei gestalten. Die Auktion und ein Vortrag über „Wieviel Einstein steckt in Star Trek“ fanden zum Beispiel statt.

Panel Gary Jones
Am späten Nachmittag trat dann Gary Jones das erste Mal im kleinen Saal vor sein Publikum. Wer diesen Mann lediglich als ernsten, starr an seinem Pult sitzenden StarGate-Mitarbeiter kennt (was uns Gary auch wunderbar plastisch vormachte, indem er uns vorführte wie eine Aktionfigur von ihm auszusehen hätte. Nämlich ausschließlich sitzend mit einem Arm aufs Pult ausgestreckt), kennt ihn überhaupt nicht. Spontan, humorvoll und ständig zu Scherzen aufgelegt plaudert er mit seinen Fans. Der kleine Raum war brechend voll. Offenbar hatten sich seine Qualitäten als Komödiant bereits herum gesprochen.
Auf die Frage, was er immer mal in der Serien machen wollte, erzählte er mit einem Grinsen, dass er immer mal abgehetzt von einem Einsatz durch das Tor gelaufen kommen, sich umdrehen und dann erstant sagen wollte: „Teal´C war gerade noch direkt hinter mir, Sir.“ Gary in davon überzeugt, dass Star Gate noch lange laufen wird, nicht nur, weil die Geschichten einfach gut geschrieben sind, sondern weil das Studio jemand wie Bo Bridges sicher nicht nur für eine Staffel engagiert.

Panel Walter Koenig

Der Abend wurde eingeleitet durch das Panel von Walter Koenig, der als erstes Ausschnitte aus einer Folge von „New Voyages“ zeigt, in dem er einen Offizier spielt, der durch eine Krankheit innerhalb von 48 Stunden altern und stirbt. Walter zeigt sich begeistert über das Engagement und die Professionalität der Menschen, die dieses Projekt erschaffen haben. Die Kostüme und das Set wären beispielsweise absolut originalgetreu der alten Enterprise.
Walter erzählte über seine Rolle als Chevok, dass er nie richtig die Gelegenheit hatte zu zeigen, was für ein Mensch Pavel Chekov wirklich war. Er empfand seine Rolle eher als ein reiner Lückenfüller, was er als sehr unbefriedigend empfand. Nur einmal hatte er Gelegenheit mehr zu zeigen, nämlich in „Treffen der Generationen“, indem er Pavels entsetzte Reaktion auf den angeblichen Tod Kirks darstellen durfte. Leider wurde diese Szene am Ende herausgeschnitten, aber das wäre für ihn nicht von so großer Bedeutung gewesen. Allein die Möglichkeit, das zu spielen, bezeichnete er als extrem befriedigend.
Walter wurden natürlich auch Fragen über seine Rolle als Baster in Babylon 5 gestellt, eine Rolle, in die er mehr schauspielerische Leistungen hineinstecken konnte. Die Idee Baster eine verkrüppeten Hand zuzuschreiben habe er genutzt, um zu zeigen, dass jemand, der so eine Behinderung überwunden hat, daran an Größe und Kraft gewinnt, etwas, was er versucht hat, dem Publikum rüberzubringen. Wenn ihr mich fragt: Das ist ihm hervorragend gelungen.
Auf jeden Fall ist Walter der Meinung, dass Star Trek nicht tot zu kriegen ist, und das hauptsächlich wegen der Unterstützung der Fans, die Star Trek über 5 Serien und 10 Filme die Treue gehalten hat. Er glaubt, dass JJ. Abrams als Produzent die richtige Wahl ist, weil er im Gegensatz zu seinen Vorgängern frisches Blut mitbringe.
Alles in allem wirkte Walter Koenig fast zurückhaltend und schüchtern, aber sehr sympatisch.

Panel Nicole deBoer

Nach dem Kostüm-Wettbewerb, von dem ich leider nichts berichten kann, weil mir der Klingolaus (=klingonische Nikolaus) am Anfang so auf den Wecker fiel, dass ich fluchtartig den Saal verlassen habe, betrat das zierliche Energiebündel Nicole deBoer die Bühne. Sie berichtete uns sogleich erneut (die Geschichte hat sie schon beim letzten Mal erzählt, aber sie erzählt so nett, das kann man öfters genießen) wie gern sie doch Patrick Steward endlich kennenlernen würde, und ist begeistert als wir ihr berichten, dass wir ihm davon auf ihren Wunsch hin bei seinem letzten Besuch in Deutschland erzählt haben.
Nicole berichtete, dass sie keine Angst hatte, in eine schon 6 Staffeln laufende Serie wie DS9 einzusteigen, weil sie gar nicht die Zeit gehabt hätte nervös zu weiten, da sie gerade erst davor aus einer anderen Show gekommen war. Zu einer Sci-Fi Serie sei sie eher zufällig gekommen, vielleicht, weil es ihr keine Schwierigkeiten bereite, diesen ganzen technischen Kram auszusprechen. Ihre Lieblingsepisode war damals „Take me out to the holodeck“ wegen den Außenaufnahmen, die ihr viel Spaß gemacht hätten. Nur Quark und Worf hätten gelitten und unter ihren Masken furchtbar geschwitzt.
Jetzt genieße sie allerdings die Dreharbeiten zu „The Dead Zone“.
Auf die Dreharbeiten zu „The cube“ angesprochen berichtete sie, dass der komplette Film lediglich in meiner großen Kiste stattgefunden hat, die jeden Tag eine neue Innenfarbe bekam, um den Eindruck eines neuen Würfels zu erzeugen. Erstaunlich wäre damals die Wirkung der Farben auf die Filmcrew und die Schauspieler gewesen. Blaue Wände hätten trotz der vorherrschenden Enge beruhigend gewirkt. Rote dagegen machten regelrecht aggressiv.
Fazit: Die Frau ist einfach süß und kann wunderbar erzählen.

Show zum 40sten Jubiläum: Gary Jones und Dean Haglund

Den offiziellen Abschluss des Samstages bildete die Comedy-Show mit Dean Haglund und Gary Jones, die nach einer kurzen Anmoderation als Spock und Kirk verkleidet uns blendend unterhielten. Ein auf die Bühne geholter Fan diente als Geräuschemacher und sollte später auch den allseits geliebten Scotty miemen. Ein weiterer Fan bekam die Rolle des Doktors. (Ja! Es fiel der berümte Satz: „He´s dead, Jim!“ aber erst nachdem ihm das gesamte Publikum den Satz zuschrie. Der gute Mann konnte nämlich kaum englisch.) Die Geschichte, die gespielt wurde? Irgendsowas wie: Sie landen auf dem Planeten der Kühe (ein Vorschlag des Publikums, dass durch Zurufe zum Stück beitragen sollte), der gerettet werden musste. Hilfe, war das verrückt! In einem Teil der Show sollten beide Emotionen auf Zuruf spielen. Wut, Trauer, Extrase. Die zwei hatten alles drauf, und wir hatten einen absolut vergnüglichen Abend.

Und dann gings ab zur Party!!! Wieder ließen sich der ein oder andere Schauspieler in der Cocktailbar blicken. Die Stimmung war wunderbar. Und auch diesmal hörten wir die Lerche singen. Und der Sonntag nahte schnell.


Sonntag

Der Sonntagmorgen startete für mich und viele andere mit dem Anstehen in der Autogrammschlange, hundemüde und gut gelaunt. Durch den Mangel an Gedränge waren sogar ein paar persönliche Worte mit Connor, George und seinem Lebensgefährten Brad drin. Die beiden letzteren beschwerten sich scherzhaft über den Mangel an Schlaf, nicht, weil sie so lang gefeiert hätten. Ihre Zimmer lagen wie die der anderen Schauspieler in der sechsten Etage ...auf dem gleichen Gang wie die Cocktailbar. Wir waren wohl etwas laut ;-) Ich hab mich dann im Namen aller Conteilnehmer für den Radau entschuldigt *bg*
Das gleichzeitig laufende Panel von Dean und Gary habe ich daher verpasst.

Panel Gigi Edgley

Aber zu Gigi war ich wieder bereit. Auch hier war der kleinere Saal mehr als gut gefüllt. Man traut dieser kleinen, zierlichen Person (warum müssen amerikanische Jungschauspielerinnen alle so dünn sein?) vielleicht gar nicht so viel zu. Einfach zu hübsch. Gigi überzeugte aber alle schnell von ihrem Talent. Sie hatte eine DVD mitgebracht mit Ausschnitten aus ihren Auftritten in verschiedenen Filmen/Serien (hauptsächlich aus Australien) Ich war schwer beeindruckt! Diese Frau hat echt was drauf!
Und sie ist suuuper nett. Sie erzählte uns von ihrer wilden Kindheit. Ihre Mutter stammte aus einer Hippie-Kommune, ihr Vater dagegen lebte unter dem Motto „Work and give all“. Durch die Verbindung des Vaters zum Cirque de soleil kam sie sogar mit der Zirkuswelt in engen Kontakt. Als sie damals ihre Mutter anrief, um ihr vom bevorstehenden Casting für ihre Rolle bei Farscape zu berichten, reagierte diese mit den Worten: „Du wirst die Rolle kriegen. Du bist mit all diesen verrückten Leuten aufgewachsen.“ Als sie allerdings die Mutter am Con-Wochenende anrief und ihr erzählte, dass hier in Deutschland Klingonen rumlaufen und Leute mit Antennen an den Köpfen, fragte diese nur, ob Gigi betrunken sei.
Die quirlige Gigi liebt es ihre Stunts selbst zu drehen. Ein Lebensmotto von ihr? „Tu was du liebst. Genieße dein Leben wie es ist, hab Respekt. Dann wird alles gut.“
Gut gesprochen, Gigi.

Panel Christian Kane und Andy Hallett
Vom Panel von Christian und Andy ist mir kaum Inhaltliches im Gedächtnis geblieben. Die beiden haben wild durcheinander gesprochen, kamen von einem Thema zum anderen, warfen sich gegenseitig Stichworte zu und hatten sichtlich Spaß. Und wir auch. Sehr kurzweilig.

Panel Walter Koenig und George Takei

Auf der Bühne abgelöst wurden die beiden „Angel“- Darsteller durch die Veteranen der diesjährigen Con: Walter und George.
George gab eine lustige Geschichte zum besten über seine in einer Folge geforderten Fechtkünste. Gefragt nach seinen Fähigkeiten hatte er damals behauptet, er könne fechten (Man solle als Schauspieler NIE sagen, man könne etwas nicht. Dann wäre man ja vielleicht raus aus dem Geschäft.) Gleich anschließend habe er sich einen Fechttrainer gesucht. Und der Zufall wollte es, dass er genau den Mann fand, der schon vorher Erol Flynn trainiert hatte, dessen Robin Hood Verfilmung er geliebt und bewundert hatte. Er hätte als Kind sowieso lieber Robin Hood als einen Samurai gespielt.
Walter wurde gefragt, ob es den Produzenten denn nicht aufgefallen sei, das Chekov in der Episode um Khan gar nicht vor kam, dementsprechend sich Khan im späteren Spielfilm auch nicht an ihn hätte erinnern können. Walter behauptete mit ernster Miene, dass Chekov sehr wohl dabei gewesen wäre. Er hätte wegen einer modernen Version von „Montezumas Rache“ die ganze Zeit auf der Toilette verbracht. Und als Khan dieses Örtchen besuchen musste, hätte er verzweifelt an die Tür gehämmert und sich dann Chekov geschnappt mit den Worten „Dein Gesicht merk ich mir!“
Es war schon irgendwie was besonderes, diese beiden Helden meiner Jugend (wenn ich das mal so poetisch ausdrücken darf) gemeinsam auf der Bühne zu sehen. Danke.

Jubiläumspanel

Das letzte Panel des FedCon gestalteten Nicole deBoer, Cirroc Lofton, Robert Beltran, Connor Trinneer und Gates McFadden gemeinsam. Die Fragen, die von den Fans gestellt wurden, gingen mal an einen einzelnen, mal an alle, wodurch ein ganz schönes durcheinander entstand. Wer soll jetzt was wann beantworten? Nach Lieblingssätzen aus Star Trek gefragt, kam von Nicole spontan „Make it so.“ Cirroc liebte den Satz „Live long and prosper.“ Sein Traum sei es, dass seine Rappsongs einmal im Radio laufen.
Als Mittel gegen Lampenfieber, so erzählte Connor, stelle er sich die Leute immer nackt vor. Gates dagegen versuche sich vor einem Auftritt auf ihre Arbeit zu konzentrieren und sich klar zu machen, dass diese im Mittelpunkt steht und nicht sie selbst als Person.
Nicole gestand, dass sie schon vor ihrer Rolle als Esri Dax großer Star Trek Fan war und sich sehr geehrt fühle, Teil der Familie zu sein. Cirroc berichtete, dass er großer Michael Jackson Fan war und ist, wobei er zu Gates meinte: „He looks more like you than me, now.“

Closing

Dann war es soweit: Die 15te FedCon näherte sich ihrem offiziellen Ende und die Closing begann mit zwei Videoclips als Erinnerung an Andrew Katsulas und James Doohan. Sicher hat bei den ruhigen Bildern und der getragenen Musik der ein oder andere in Erinnerung an diese beiden Menschen eine Träne verdrückt.
Zuerst verabschiedete sich Claudia kurz, denn sie musste ihren Flieger erwischen und konnte nicht bis zum Ende der Closing bleiben. Nett, dass sie uns das persönlich mitgeteilt hat. Ist eben ne Nette, die Claudia!
Die zweite auf der Bühne war dann Menina, die so was aufführte wie einen Tanz mit Slapstick-Einlagen. Ok. Kein weiterer Kommentar. Wie uns versprochen (natürlich haben wir Andy schon im Panel danach gefragt) trat Andy diesmal mit Christian und seinem Bandkollegen Steve auf die Bühne, um sich gesanglich zu äußern. Ja! Er kann wirklich singen, der gute Andy. Zusammen gaben sie uns noch einmal „Sweet Home Alabama“, begleitet von Gigi, die es sich nicht hatte nehmen lassen, sich mit zwei Seilfackeln (Seile, an deren Enden Feuerbälle hängen) barfuß auf die Bühne zu stellen und uns eine Jonglier-Nummer hinzulegen, die wirklich Cirque de soleil-reif war. Ein akustischer und optischer Hochgenuss. Klasse!
Und noch wer kann singen! George gab uns mit wunderbar tiefer Stimme „I own my sole to the company store” (Wie heißt das Lied genau?)
Und dann kam Nessi! Der gute hatte sich auf der Opening auf eine Wette eingelassen „Wetten, dass ihr es nicht schafft, 200 kostümierte Fans in die Vorhalle zu bekommen, die gemeinsam `Row, row, row your boat´ singen? Wenn doch, tret ich nackt auf der Closing auf.“
Ihr könnt euch denken, was passiert ist? Ja, es waren über 200, die gesungen haben. Nessi kam also mit Gitarre auf die Bühne, einer Schürze ...und sonst nix. Gar nix! Und so kamen wir in den Genuss von viel männlichem Fleisch *veg*. Verzeiht, wenn ich vergessen hab, was er gesungen hat. Der Anblick hat mich abgelenkt.
Walter hob dann aber schlagartig wieder das Niveau, indem er uns Shakespeare zitierte, Richard III. Ja, der Mann kann so was!
Wir haben es alle nicht gewollt, doch Marc sprach die Schlussworte dieser wunderbaren Con. Offiziell verkündete er den erneuten Umzug der FedCon. Im nächsten Jahr wird sie wieder im Bonner Maritim stattfinden. Am Jubel des Publikums war deutlich zu erkennen, dass die Mehrheit froh über diese Entscheidung ist. Marc dankte dem Esperanto-Team und allen Con-Helfern, die dieses Jahr erstaunlicherweise alle überlebt hatten, obwohl die Con-Helfer-Shirts rot waren. Red-Shirts eben *bg*.
Schluss. Aus. Die Con war vorbei.

Party

...jedenfalls für die meisten. Das komplette Base Camp One machte weiter. Nach einen guten Essen beim Chinesen ging’s wieder in die Cocktailbar. Und hier ging die Post ab! Es fand die beste After-Con-Party statt! Spaß ohne Ende, ein ausgelassener Marc B. Lee und ein netter Robert Beltran, der sich gut eine Stunde in unserer Mitte aufgehalten hat.

Ja, auch diese Nacht war kurz, der Montagmorgen schrecklich, denn es machte sich nicht nur eine erschreckende Müdigkeit breit (man ist eben doch keine 18 mehr), sondern es hieß auch Abschied nehmen.

Aber wie heißt es so schön: nach der Con ist vor der Con! Wir sind nächstes Jahr wieder dabei! Im Maritim!

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