Conventions - Berichte - FedCon XVII
 

FedCon XIX – Der etwas andere Bericht

vom 30.04. bis 02.05.2010 im Bonner Maritim-Hotel
 
Jetzt ist es schon über 4 Monate her. Die Fedcon XIX ist schon lange vorbei und ich muss der Tatsache ist Auge sehen, dass meine Mitstreiterin in Sachen Pressebericht KEINEN Bericht schreiben wird. Und ich, die ich keine Notizen sondern lediglich einen Berg von Fotos von der Con mitgebracht habe, schreibe nun selbst.
Was ist nach so einer Zeit noch im Gedächtnis geblieben? Sicher keine detaillierten Berichte der einzelnen Panels mit Zitaten wie sonst.
Was dann? Was war an der vergangenen Con besonders?
Ich brauche nicht lange zu überlegen und mir fällt sofort etwas Besonderes ein: der Rekord-Versuch.
Für alle Unwissenden: in London hatte es einen geglückten Rekordversuch für das Guinness-Buch der Rekorde gegeben „Die größte Ansammlung verkleideter Startrek-Fans“. Die Zahl hatte mich zum Schmunzeln gebracht: 99. Mein Gedanke damals „Hey! Soviel Leute sind wir doch schon in der Anmeldeschlange bei der Fedcon.“
Das gleiche muss sich auch Dirk Bartholomä gedacht haben, denn die Fedcon hatte sich vorgenommen diesen Rekord zu brechen und hatte alle Fans aufgerufen mitzumachen. Wir (also: meine freunde und ich) haben uns das nicht zweimal sagen lassen, kramten alle vorhandenen Uniformen und andere Outfits aus der letzten Ecke des Schrankes (ich hab sogar seit langem mal wieder meine Gala-Uniform angezogen), haben alle Bekannten eingekleidet und uns dazu gesellt.
Was für ein Gefühl! Da standen Menschenmengen in allen möglichen Kostümen um uns herum. Ein große Gemeinschaft, die mit nur zwei Worten zu beschreiben ist „Startrek lebt!“
So war es ein schöner Bonus, dass wir den Rekord geknackt haben, und nicht zu knapp, denn am Ende standen da 507 Fans und jubelten. Wirklich bewegend.

Als nächstes fällt mir wieder ein, dass in diesem Jahr ausgesprochen viele und extrem gute Doppel-Panels das Publikum unterhielten. Gareth David-Lloyd, bekannt als Ianto Jones aus Torchwood, und endlich James Marsters (ebenfalls in Torchwood zu bewundern, vielen aber besser bekannt als der blonde Vampir Spike aus „Buffy“) gaben ein ebenso unterhaltsames Duett ab wie Joe Flanigan und David Hewlett. Die beiden warfen sich die Vorlagen und Sprüche noch besser um die Ohren als ihre berühmten Charaktere John Sheppard und McCoy aus „Stargate Atlantis“. Beide geizten nicht mit amüsanten Geschichten neben und vor der Kamera. Köstlich!


Endlich, nach so vielen Jahren und vergeblichen Versuchen kam auch Terry Farrell (Jadzia Dax aus „Deep Space 9“) zur Fedcon und beglückte uns im Doppelpanel mit Michael Dorn (Worf aus „Startrek – The next generation“ und „Deep Space 9“) ... und ich muss sagen: das Warten hat sich gelohnt. Nicht nur, dass sie sich für die vergangenen Absagen innigst entschuldigte, diese Frau hat einen Charme und eine Natürlichkeit, die viele andere in den Schatten stellte. Danke, Terry.

Alleine, aber nicht minder unterhaltsam durften wir noch Gordon M. Woovett (Seamus Harper aus „Andromeda“) bewundern. Ehrlich! Er ist Harper so was von ähnlich! Nicht nur optisch. Einfach zum Knuddeln, der „Kleine“. Er war auch einer von den Gästen, die bis weit in die Nacht und den frühen Morgen zwischen uns Fans in der Partyzone zu finden war. Solche Gäste sieht man gern.
Und wer war da noch zu finden? Die halbe Crew der „Battlestar Galactica“, allen voran Tahmoh Penikett (Captain Karl 'Helo' Agathon). Meine Güte! Der Mann sieht auch von gaaaaanz nah einfach umwerfend aus. Zusammen mit Luciana Carro (Captain Louanne 'Kat' Katraine), Aaron Douglas (Chief Galen Tyrol) und Kandyse McClure (Officer Anastasia Dualla) vertrat er mehr als würdig die Riege der Battlestar Galactica-Schauspiel-Familie, u.a. in einem schönen Panel zu viert.
Diese bisher aufgeführten Schauspieler sorgten dafür, dass die Fedcon XIX wieder einmal zu einem tollen Ereignis wurde.
Wen hab ich noch vergessen? Ja, da waren noch einige, die mir persönlich weniger im Gedächtnis haften geblieben sind: Martha Hackett (Seska aus „Voyager“), Manu Intiraymi (Ishep, ebenfalls „Voyager“), Chase Masterson (Leeta, DS9), Suzie Plakson (TNG u. Voyager) und Cliff Simon (Baal, SG1).
Wer mir allerdings sehr lebhaft vor dem geistigen Auge herumspukt, war Ed Wasser (Mr. Morton aus „Babylon 5“), der in diesem Jahr den (aus welchen Gründen auch immer) nicht anwesenden Marc B. Lee als Moderator ersetzte. Man mag über Marc denken, was man will. Man kann sagen: „Ed hat das zum ersten Mal gemacht.“ Mir egal. Ich fand ihn furchtbar als Ersatz! Nicht, weil ich ihn mit Marc, der das ganze seit Jahren kennt und aufbauen konnte, vergleiche, sondern weil schmutzige Witze nicht in eine Moderation gehören, genauso wenig wie falsch ausgesprochene, schlecht abgelesene Rollen- und Schauspielernamen. Sorry, aber das ging gar nicht! Und hat der Stimmung -vor allem der Opening und Closing- mehr als geschadet.
Davon abgesehen gab es in diesem Jahr nach meiner Einschätzung erfreulicherweise wieder viel mehr Kostümierte, auch unabhängig von Startrek-Uniformen. Ins Auge fielen da vor allem jede Menge Na´vi, die leichtbekleideten, blauen Ureinwohner von Pandora aus dem Blockbuster „Avatar“. Besonderes Highlight: zwei Profi-Maskenbildner schminkten Fans zu unglaublich gut aussehenden Ureinwohnern in blau, live vor Publikum und das über mehrere Stunden. Eine fantastische Verwandlung!
Noch fantastischer: ein Auftritt beim Kostümwettbewerb. Ihr erinnert euch an „Das fünfte Element“? Und an die darin vorkommende Operndiva, ebenfalls blau und mit „Tentakeln“ auf dem Kopf. Der langjährige Con-Besucher wird sagen: „Kenn ich schon! Vor ein paar Jahren war das Kostüm schon mal im Wettbewerb.“ Stimmt. Aber: diesmal wurde die Arie, die die Operndiva bei der Gala im Film zum Besten gibt, live gesungen. Und das „live“ musste tatsächlich betont werden, sonst hätte es keiner geglaubt. Der Hammer!!! Gänsehaut pur. Die Frau hat zu Recht den Wettbewerb haushoch gewonnen.
Äußerst witzig war auch eine umherlaufende leibhaftige Tardis (das Raumschiff des „Dr. Who“), die ebenfalls zu Recht ausgezeichnet wurde.

Alles in allem haben in diesem Jahr nicht nur gute Gäste sondern vor allem die Fans die Fedcon wieder einmal zu einem besonderen Ereignis gemacht.

Bleibt für mich zur zum Abschluss eins zu sagen: entweder ich schreibe die Berichte in Zukunft direkt alleine oder ich suche mir einen neuen Pressepartner, damit ihr nie wieder so lange auf einen Bericht vor mir warten müsst.

Wir seh´n uns. Auf der nächsten Con ?

Eure Arusha

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